Thaiboxen – Eine der beliebtesten Kampfsport-Arten der Welt

Thaiboxen – Eine der beliebtesten Kampfsport-Arten der Welt

19. Mai 2018 Aus Von John Garcia
Thaiboxen – Eine der beliebtesten Kampfsport-Arten der Welt
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Das Thaiboxen, auch Muay Thai genannt, gilt als Kampfsport der Superlative. Es ist einer der härtesten, effektivsten und traditionellsten Stile überhaupt und gehört zu den bekanntesten Stilen der Mixed Martial Arts. Bei diesem Kampfsport geht es richtig zur Sache. Einerseits ist es ein reiner Männersport. Auf der anderen Seite wird Thaiboxen auch nur für die Fitness geübt, ohne dabei einem Kampfgegner zu haben. Diese Praktik wird meist von Frauen ausgeübt. Die Techniken sind zusätzlich für die Selbstverteidigung sehr beliebt.

 Darum ist Thaiboxen gut für deine Fitness

Egal ob mit Gegner oder ohne – Muay Thai ist das perfekte Fitnesstraining. Da dieser Kampfsport ein Gruppensport ist und nicht etwa jeder separat auf einen Boxsach einschlägt, ist vor allem Disziplin gefördert. Alle spornen sich gegenseitig an. So wird das Training nicht nur intensiver, sondern du erreichst auch schneller deine Höchstleistungen.Außerdem ist es das perfekte Fitnesstraining, weil alle Körperregionen beansprucht werden. Eine Einheit beginnt meist mit einem Aufwärmprogramm, welches aus Joggen und Seilspringen besteht.

Auch wenn ohne Gewichte geübt wird, ist Thaiboxen echtes Krafttraining. Schläge mit schweren Handschuhen auf Pratzen, stärken deine Armmuskulatur. Ebenso wird deine Brust-, Bauch-, Rücken- und Schultermuskulatur trainiert, sodass deine Schläge immer präziser und kraftvoller werden. Da bei diesem Kampfsport auch Kicks ausgeführt werden, ist es ebenso effektiv für deine Beinmuskulatur. Dieses Allround Training schult dazu noch deine Balance- und Koordinationsfähigkeiten, denn um flink ausweichen zu können, musst du schnell reagieren können. In ständiger Bewegung verbesserst du deine Ausdauer und Reaktionsstärke.

Thaiboxen - Eine der beliebtesten Kampfsport-Arten der Welt

 Die Besonderheiten von Thaiboxen

Beim diesem Kampfsport, der als Vollkontaktsportart gilt, sind weitete Tritt- und Schlagtechniken erlaubt. Neben dem so genannten Clinchen, dem Ausführen von Kniestößen und Umklammern des Gegners, sind auch Schläge mit dem Ellenbogen zulässig. Im Gegensatz zu den Handschuhen, die beim klassischen Boxen verwendet werden, sind jene die für Muay Thai verwendet werden flexibler und am Handrücken dünner. Zusätzlich wird ein Tierschutz getragen, der den Genitalbereich schützen soll, da Tritte in diese Gegend zwar nicht erlaubt sind, aber meist toleriert werden. Hinzu kommen in der Regel Schienbeinschoner, ein Bauchschutz und Kniebandagen. Diese Maßnahmen sind bei den meisten anderen Kampfsport Arten nicht notwendig, da Schläge oder Tritte gegen jene Körperpartien, gegen das Regelwerk verstoßen.

 Thaiboxen – Ursprung und Tradition

Der Ursprung dieser Kampfsport Art liegt in Thailand und ist durch dessen lange Entwicklung in dessen Tradition verankert. Thaiboxen würde als Kampfstil des Körpers praktiziert, um die gegnerischen Waffen zu imitieren. Die Entstehung aus zeitlicher Sicht, kam durch die Migration nach Siam, dem heutigen Thailand, welche durch die Stämme aus Steppen südlich von China über Vietnam bis hin nach Kambodscha erfolgte. Die Siamesen waren ständig Angriffen ihrer Nachbarländer wie etwa Kambodscha oder Burma ausgesetzt.

Thailänder und Burmesen führten zahlreiche Kriege, die verheerende Zerstörungen in beiden Ländern mit sich brachten. Zu dieser Zeit galten die Techniken des Thaisboxens zur Kriegskultur. Nach Rückkehr der jungen thailändischen Sodaten in die jeweiligen Dörfer, entwickelte sich dieser Kampfsport weiter und wurde als eine Mischung aus Spiel und Sport in den Dörfern und Städten weiter praktiziert. Kämpfer wurden ausgebildet und von den Bewohnern nachhaltig unterstützt. die Älteren Krieger fungierten nun als Ausbilder oder Lehrer. Durch die Notwendigkeit der Verteidigung des Reiches im Krieg und durch die Liebe zum Sport, entwickelte sich Muay Thai immer weiter und wurde von Generation zu Generation weitergegeben. Heute ist es fest in der thailändischen Kultur verankert.

Thaiboxen - Eine der beliebtesten Kampfsport-Arten der Welt

 Wettkämpfe und Regelwerk

Die Ausrichtung von Muay Thai Wettkämpfen basiert auf speziellen Regeln, die Kampfentscheidungen und bestimmte Techniken vorgeben. Die Kampfsportart gibt es nur in der Vollkontakt Disziplin. Noch immer gibt es nicht so viele Verbände wie zum Beipiel beim Kickboxen. Da die Regeln einheitlich gestalten sind, können sie von den Sportlern leicht verinnerlicht werden. Zu den wichtigsten Regeln zählen:

Erlaubte Techniken

  •  Jab, Haken und Cross gegen gegnerischen Oberkörper oder Kopf
  •  Handrückenschlag aus Drehung gegen Körper oder Kopf
  •  Beintechniken gegen Beine, Oberkörper oder Kopf
  •  Knie- und Ellenbogenstöße gegen Beine, Oberkörper oder Kopf
  •  Clinchen
  •  Festhalten der gegnerischen Beintechniken mit Konter
  •  Hebel und Würfe, über Oberschenkel gezogen

Verbotene Techniken

  •  Techniken gegen Genitalbereich
  •  Kopfstöße
  •  Schläge oder Tritte, wenn Gegner am Boden liegt
  •  Festhalten der Seile beim Clinch
  •  Hüftwürfe oder Schulterwürfe

Der Kampf wird durch folgende Entscheidungen bewertet:

Sieg durch:

  •  K.O.
  •  Punktewertung
  •  Aufgabe des Gegners
  •  Disqualifitkation des Gegners
  •  Abbruch durch Kampfrichter

 Mein Fazit

Muay Thai ist aus meiner Sicht ein Kampfsport, der nicht nur deinen Körper, sondern auch deinen Geist trainiert. Reaktionsfähigkeit, Kondition und Muskelaufbau werden hier vereint. Es eignet sich auch perfekt als Agressionsabbau zum Entladen nach einem stressigen Arbeitstag. Wenn du den Kampf mit dem Gegner scheust, kannst du Thaiboxen ebenso alleine praktizieren.

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