Taekwondo – Kampfsport aus Korea mit hoher Schnelligkeit und Dynamik

Taekwondo – Kampfsport aus Korea mit hoher Schnelligkeit und Dynamik

17. Mai 2018 Aus Von John Garcia
Taekwondo – Kampfsport aus Korea mit hoher Schnelligkeit und Dynamik
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Heutzutage wird unser Leben bestimmt von Hektik und Stress-Situationen. Der andauernde Termindruck, Druck in der Schule und in der Arbeitswelt sorgen dafür, dass kaum noch Zeit dafür bleibt, die eigene Erholung und Freizeit planen und genießen zu können. Unser Körper benötigt daher heutzutage mehr Kraft, Ausdauer und auch geistige Stärke um die Stress-Situationen im privaten und beruflichen Bereich meistern zu können. Körperliche Bewegung und gezielte Entspannung können diesen Umstand verbessern. Taekwondo, als traditioneller Kampfsport, welcher seinen Ursprung in Korea hat, bietet eine gesunde Möglichkeit um körperlich und geistig tätig zu werden und auf diese Weise den unterschiedlichen Herausforderungen des Alltags gewachsen zu sein.

Warum ist Taekwondo gut für deine Fitness?

Im Namen steckt die Bedeutung. Er ist eine Wortzusammensetzung aus drei Teilwörtern.
Tae = Fuß, mit dem Fuß treten
kwon = Faust, mit der Faust schlagen
Do= der Weg, Methodik, ethische Einstellung.

Wie der Name schon vermuten lässt, ist Taekwondo ein Kampfsport, der den Köper ganzheitlich beansprucht und sowohl Beine als auch Arme mit in die Bewegungen integriert. Dadurch ist es ein besonders körperlich beanspruchender Kampfsport, der viel Ausdauer und Fitness für die richtige Ausübung voraussetzt und auch trainiert. Beim Taekwondo ist ein hohes Maß an Koordination das A und O, denn bei den diversen Hand- und Fußtechniken wird immer wieder der Körpermittelpunkt verändert. Ständiges Üben und gezielte Gymnastik, sowie ein häufiger Einsatz von Sprungelementen führt ebenfalls dazu, dass du beim diesem Kampfsport immer wieder deine Fitness trainierst.

Taekwondo - Kampfsport aus Korea mit hoher Schnelligkeit und Dynamik

Was ist die Besonderheit am Taekwondo?

Die genannte Kampfkunst ist eine waffenlos ausgeübte Kampfsportart, bei der Handtechniken und insbesondere Fußtechniken zum Einsatz kommen. Für den Laien ist sie nur eine von vielen asiatischen Kampkunstarten, weil sie große Ähnlichkeiten mit anderen asiatischen Kampfsportarten aufweist. Es unterscheidet sich aber auch in wesentlichen Punkten von diesen. Im Vergleich zu anderen Kampfsportarten ist Taekwondo dynamischer, weil es besonders auf Schnelligkeit ausgelegt ist. Dieser Umstand kommt vor allem dadurch zu Stande, dass dieser Kampfsport eine Wettkampf-Sportart ist. Traditionelles Taekwondo ist einheitlich und beansprucht den ganzen Körper für die Techniken. Heutzutage wird das Hauptaugenmerk beim Wettkampf aber vor allem auf die Fußtechniken gelegt.

Ursprung und Tradition von Taekwondo

Der Ursprung dieser Kampfsportart liegt im fernen Korea. Über anderthalb Tausend Jahre gibt es schon Kampfsport in Korea, aber das Taekwondo, so wie wir es heute kennen, entwickelte sich erst nach 1945 aus dem japanischen Karate. Korea wurde 1910 durch Japan besetzt und annektiert. Dadurch verschmolz die koreanische mit der japanischen Gesellschaft. Die eigene koreanische Kultur wurde von den japanischen Besetzern verboten. Altkoreanische Kampfsportarten, wie Taegyeon und Ssireum waren ebenfalls nicht mehr erlaubt. Mit der Zeit entwickelte sich eine neue Kampfsportart, die heute noch in Korea gelebt und trainiert wird. Traditionelles Taekwondo bedient sich dem gesamten Technikspektrum und legt weniger Wert auf den Wettkampf. Die ästhetische Ausführung der Techniken steht im Vordergrund. Gelegentlich gibt es Freikämpfe mit Leicht- bzw. Semikontakt und auch Formentuniere.

Taekwondo - Kampfsport aus Korea mit hoher Schnelligkeit und Dynamik

Bekannte Wettkämpfe beim Taekwondo

Es gibt zwei federführende weltweite Dachverbände. Der erste Verband war die ITF (International Taekwondo Federation). Gründungsmitglieder waren 9 Landesverbände, heute gehören über 100 Landesverbände der ITF an. Die ITF hatte ihren Sitz zuerst in Korea, dieser wurde aber nach Emigration des Gründers nach Toronto und anschließend nach Wien verlegt.
Aus diesem Grund wurde die WT (wolrd Taekwondo) gegründet. Diese entstand als Reaktion auf die Verlegung des Sitzes der ITF aus Südkorea. Als koreanischer Nationalsport soll es seinen Sitz nämlich in Korea haben. Unter dem WT ist es übrigens auch als Olympische Disziplin geführt. Der WT gehören ca. 191 nationale Verbände an. Das deutsche Korrelat ist die DTU, die der WT angehörig ist.

Beim Wettkampf wird in unterschiedlichen Gewichtsklassen gekämpft. Auf einer begrenzten Fläche wird versucht Punkte zu erzielen, indem Treffer (Vollkontakt) erzielt werden. Mehrere Punktrichter und ein Kampfleiter entscheiden ob Punkte vergeben oder aber aufgrund von Fehlverhalten abgezogen werden. In der Regel (WT/DTU) wird drei Runden mit jeweils 2 Minuten und einer Minute Pause dazwischen gekämpft. Der Kampfsportler mit den meisten Punkten gewinnt. In der Regel muss eine vorgegebene Schutzausrüstung getragen werden.

Mein Fazit

Taekwondo ist ein traditionell ganzheitlicher Kampfsport, der sich in der heutigen Wettkampf-orientierten olympischen Disziplin aber stark auf Fuß-Techniken konzentriert. Für diesen Kampfsport ist eine gute Ausdauer gefragt, sowie Schnelligkeit und Dynamik. Mit dieser Kampfkunst kann schnell die eigene körperliche Fitness durch beanspruchende körperliche Bewegung trainiert werden. Wer also vor allem Wettkampf-orientierte und körperlich anstrengende Kraftsportart sucht, und schnell voran kommen möchte wird beim Taekwondo seine Freude haben.

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