Kung Fu – Chinesische Kampfkunst mit Anhängern auf der ganzen Welt

Kung Fu – Chinesische Kampfkunst mit Anhängern auf der ganzen Welt

18. Mai 2018 Aus Von John Garcia
Kung Fu – Chinesische Kampfkunst mit Anhängern auf der ganzen Welt
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Kung Fu ist ein Kampfsport, der nicht erst mit Actionenfilmen von Bruce Lee, Jet Li, Jackie Chan oder anderen Darstellern dieses Genres an Popularität gewonnen hat. Die wachsende Zahl der Aktiven, die Kung Fu als Kampfsport wählen, steigt immer weiter an. Der Grund dafür scheint mir in der Tatsache zu liegen, dass Kampfsport im Allgemeinen mit umfangreicher Fitness und gesunder Bewegung assoziiert wird.

Darum ist Kung Fu gut für deine Fitness

Kampfsport im Allgemeinen und Kung Fu im Besonderen trainiert die motorischen Fähigkeiten. Kraft und Ausdauer stellen ein essentielles Element im Kampfsport dar. Trainingsziel aller Aktiven, die Kung Fu als Kampfsport ausüben, ist es daher, mit maximaler Kraft zuzuschlagen und zuzutreten und zwar möglichst schnell und ausdauernd. Die Beweglichkeit und Koordination spielen in diesem Zusammenhang ebenfalls eine wichtige Rolle. Körperbeherrschung ist im Kampfsport nun einmal ausschlaggebend. Durch die notwendigen Trainingseinheiten, die mich zu dieser Körperbeherrschung, Schnelligkeit und Beweglichkeit geführt haben, wurde natürlich der gesamte Körper fit gemacht.

Kung Fu - Chinesische Kampfkunst mit Anhängern auf der ganzen Welt

Die Besonderheiten von Kung Fu

Die Übersetzung des Namens Kung Fu bedeutet soviel wie “eine Fertigkeit durch harte Arbeit erworben zu haben”. Entsprechend lassen sich die Fertigkeiten aus diesem Kampfsport auf viele Lebensbereiche anwenden. Hier geht es nicht nur um Kampf, sondern um eine Lebenseinstellung. In meinem Verständnis umfasst der Kampfsport sowohl den philosophischen und gesundheitlichen Bereich als auch den kämpferischen Aspekt. Nicht umsonst gibt es unsagbar viele verschiedene Kunf Fu Stile, von denen sich alle auf eine ganzheitliche Ebene zurückführen lassen.

Kung Fu – Ursprung und Tradition

Kung Fu ist eine der ältesten Kampfsport-Arten. Um die genaue Entstehungsgeschichte ranken sich allerdings viele Mythen. Die bekannteste Legende behauptet, dass die Mönche eines Shaolin-Klosters vor rund 1500 Jahren ein Problem mit der Meditation hatten. Sie schliefen nämlich während der Meditation immer ein. Also suchten Sie nach einer Methode, den Körper besser kontrollieren und beherrschen zu können. Kampfübungen schienen, dabei ein adäquates Hilfsmittel zu sein. Je höher die Konzentration ist, desto mehr Gefühl kann für den eigenen Körper entwickelt werden. Auf diese Art wurden die Shaolin-Mönche im Laufe der Zeit zu hervorragenden Kämpfern. Eine andere Geschichte über den Ursprung der Kampfsportart Kung Fu besagt allerdings, dass bereits 2.600 v. Chr. der Kaiser Huang Ti mit einem Dämon kämpfte und überraschend gewann. Dieser große Kampf wurde Jahr für Jahr nachgespielt. Die Gegner mussten ohne Waffen antreten. Die verwandten Techniken wurden im Laufe der Jahre weiterentwickelt. Es entstanden konkrete Trainingsanleitungen, deren Ziel es war den Körper beispielsweise über eine kontrollierte Atmung zu stärken. Über die Jahrhunderte entwickelten sich daraus verschiedene Stile des Kung Fu, die von unterschiedlichen Meistern vervollkommnet und weitergegeben wurden. Um 200 n. Chr. prägte der Arzt Hua To mit seinen Tierstilen Kranich, Hirsch, Tiger, Bär und Affe eine Linie des Kung Fu Kampfsport. Aus diesen Stilen entwickelte sich der moderne Kampfsport, der auf einem ständigen Wechsel zwischen Angriff und Distanz beruht.

Kung Fu - Chinesische Kampfkunst mit Anhängern auf der ganzen Welt

Bekannte Wettkämpfe

Natürlich werden im Kampfsport immer auch Wettkämpfe veranstaltet. So war ich beispielsweise im vergangenen Jahr auf dem Tunier in Berlin – dem Xin Nian Cup. Es ist schließlich immer interessant, andere Kampfsportler zu beobachten und von ihnen zu lernen. Natürlich finden die Kämpfe immer im Sinne eines fairen, sportlichen Wettbewerbes statt. Wer die verschiedenen Techniken des Kampfsports aus der Nähe erleben will, der kann dies auf vielen Turnieren tun. Doch die wichtigsten Meisterschaften gibt es erst seit 1991 – die Weltmeisterschaften. Aus allen Teilen der Welt zeigen die Kampfsportler in folgenden Disziplinen ihr Können:

  • Vollkontaktkampf (Sanda)
  •  Säbelkampf (Daoshu)
  •  Schwertkampf (Nandao)
  •  Langstockkampf (Gunshu)
  •  Speerkampf (Qiangshu)
  •  Südstockkampf (Nangun)
  •  Langfaustkampf (Changquan)
  • Südfaustkampf (Nanquan)
  •  Tai Ji Quan

In diesen Stilen finden nicht nur Weltmeisterschaften statt, sondern auch Europameisterschaften und internationale Turniere. Einige dieser Stile werden auch den Weg nach Olympia finden.

Mein Fazit

Ich bin nun eher der Freizeitkampfsportler, der sich nicht unbedingt Wettkämpfen stellen möchte. Aber ein Turnier ist immer ein sehenswertes Ereignis, da Du viele Anregungen für Dein eigenes Training bekommen kannst. Ganz gleich, ob du Kung Fu zur Selbstverteidigung erlernen möchtest oder einfach etwas für Deine geistige und körperliche Fitness tun willst – dieser Kampfsport bietet für jeden die optimalen Voraussetzungen.

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