Krav Maga – Israelische Kampfsportart für Bodyguards und Soldaten

Krav Maga – Israelische Kampfsportart für Bodyguards und Soldaten

19. Mai 2018 Aus Von John Garcia
Krav Maga – Israelische Kampfsportart für Bodyguards und Soldaten
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Krav Maga ist momentan ein echter Dauerbrenner im Kampfsport und in gewisser Weise auch zu einem hippen Trend geworden. Die Techniken sollen einfach sein und es auch körperlich unterlegenen Personen ermöglichen, einen Gegner außer Kraft zu setzen. Grund genug für mich, diesen Kampfsport und die israelische Selbstverteidigungstechniken einmal selbst auszuprobieren: Ist dieser Kampfsport der richtige für mich, bringt es etwas für die Fitness und was kann man in wenigen Stunden eigentlich lernen?

Darum ist Krav Maga gut für deine Fitness

Krav Maga erfordert zunächst einmal keine besondere körperliche Fitness. Du solltest gesund sein und keine Herzprobleme haben, ansonsten ist es aber völlig egal, ob du derzeit schon beim Treppensteigen aus der Puste gerätst, dünn oder kräftiger bist, klein oder groß. Auch dein Körpergewicht spielt keine Rolle – die Techniken sind leicht erlernbar. Wenn du wie ich zum Ausprobieren einmal an einem speziellen Selbstverteidigungskurs teilgenommen hast, wirst du ganz schnell feststellen, dass es hauptsächlich auf deine Reaktion, deine Reflexe und eben auf die richtige Technik ankommt. Und die bringt dir ein guter Trainer Schritt für Schritt bei. Dabei wirst du feststellen, dass sich nicht nur deine Kondition verbessert (denn zum Training gehört natürlich auch ein ordentliches und schweißtreibendes Warm-up), sondern auch deine gesamte Körperspannung und natürlich deine Psyche – du wirst stabiler, resistenter gegen Stress und wirst dich so wie ich nach jedem Training besser fühlen.

Krav Maga - Israelische Kampfsportart für Bodyguards und Soldaten

Die Besonderheiten von Krav Maga

Krav Maga ist nicht einfach nur ein Kampfsport beziehungsweise eine Möglichkeit, sich selbst körperlich zur Wehr zu setzen. Krav Maga schult alle deine Sinne, aktiviert dein inneres Alarmsystem und sorgt dafür, dass du Situationen besser einschätzen kannst. Mich fasziniert an an diesem tollen Sport vor allem, dass du zunächst einmal nichts weiter als deine angeborenen Reflexe brauchst. Alles andere kommt dann mit dem Training und du wirst von Mal zu Mal besser. Auch toll: Wenn du die Techniken immer wieder übst, hast du die besten Voraussetzungen, auch gegen deutlich körperlich überlegene Gegner zu bestehen. Die Techniken funktionieren übrigens gegen Bedrohungen mit und ohne Waffen und das Training ist immer extrem realitätsnah aufgebaut.

Krav Maga – Ursprung und Tradition

Der Begriff “Krav Maga” kommt aus dem Hebräischen und bedeutet “Kontaktkampf”. Eigentlich ist es ein Sammelbegriff für verschiedene Selbstverteidigungstechniken der israelischen Streitkräfte – Krav Maga ist also weniger ein Kampfsport als zum Verteidigen gedacht. Grundsätzlich geht es wann immer möglich um Deeskalation, wer sich prügeln will, ist hier definitiv falsch. Selbstbehauptung ist ein zentrales Element beim Training – dem “Gegner” ein “Stopp” signalisieren, die Distanz wann immer möglich zu vergrößern und Gewalt nur dann anzuwenden, wenn es dem Selbstschutz dient. Das Training basiert auf der so genannten “KISS”-Philosophie – “Keep it simple, stupid”. Das bedeutet, mit möglichst wenigen Elementen das Maximale zu erreichen – beziehungsweise ein Problem mit möglichst wenig Aufwand zu lösen.

Krav Maga - Israelische Kampfsportart für Bodyguards und Soldaten

Wettkämpfe, Regeln und Prüfungen

Da Krav Maga rein auf Selbstverteidigung ausgelegt ist, gibt es offiziell keine Wettkämpfe in diesem Kampfsport. Die “International Krav Maga Federation” (IKMF) bietet aber die Möglichkeit, den eigenen Stand zu prüfen und verschiedene Level zu erreichen, die durch verschiedenfarbige Aufnäher auf den Trainingshosen abgebildet sind. Ansonsten gibt es bei diesem Sport nur eine Regel: “Don’t get hurt” – also “Verletze dich nicht”. Diese Aussage gefällt mir besonders gut und drückt das Wesen von diesem Kampfsport am besten aus.

Mein Fazit

Krav Maga ist für mich definitiv ein Sport, den ich weiter verfolgen werde. Bereits ein paar Schnupperstunden und ein Basis-Selbstverteidigungskurs haben ausgereicht, um mich mit dem Krav Maga-Virus zu infizieren. Wer wie ich nicht so gerne im Fitnessstudio an Geräten trainiert, aber trotzdem etwas für den ganzen Body tun will, das Training gerne auch mal nach draußen verlagert und die Herausforderung sucht, ist mit diesem Sport definitiv auf der richtigen Seite. Der tolle Nebeneffekt: Mein Selbstbewusstsein wurde durch das Training enorm gepusht. Mein Trainer hat mir simple Möglichkeiten gezeigt, mich aus unangenehmen Situationen zu befreien – diese müssen natürlich immer wieder geübt werden. Meinen nächsten Kurs habe ich daher schon gebucht!

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