Die 7 häufigsten Fehler beim Abnehmen

Die 7 häufigsten Fehler beim Abnehmen

5. Juni 2018 Aus Von John Garcia
Die 7 häufigsten Fehler beim Abnehmen
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In den letzten Jahren habe ich immer wieder Menschen kennengelernt, die mir davon berichteten, dass Sie Probleme beim Abnehmen haben. Und immer wieder haben sich dieselben Missverständnisse und Fehler herauskristallisiert. Meistens werden diese von der wohlmeinenden Umgebung auch noch eingeredet. Und auch wenn ich über diese Punkte stundenlang reden könnte, so habe ich die 7 häufigsten Fehler beim Abnehmen in diesem Blog zusammengefasst.

1. Weniger essen bedeutet gegen den Körper arbeiten

Vermutlich ist dir schon einmal in den Sinn gekommen, dass du zu wenig ist, um dauerhaft abnehmen zu können. Und da liegst du richtig. Zahlreiche Studien haben inzwischen belegt, dass keine Diät auf Dauer funktionieren kann. Denn wenn du hungerst, um dein Gewicht zu reduzieren, dann nimmst du zwar kurzfristig ab, jedoch wirst du langfristig auf diese Weise zunehmen. Der Grund dafür ist simpel: Der Körper verteidigt sich und lernt das Sparen. Du kannst also nur erfolgreich abnehmen, wenn du deinen “Set-Point” langsam senkst. Dabei handelt es sich um das Gewicht, welches dein Körper für richtig hält. Das klappt jedoch nicht, wenn du mal eben so weniger isst und dabei hungerst. Viel wichtiger ist es, das natürliche Sättigungsgefühl zu trainieren und den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen.

Die 7 häufigsten Fehler beim Abnehmen

2. Der überschätzte Sport und die unterschätzte Alltagsbewegung

Viele Studien haben gezeigt, dass der Sport beim Abnehmen unwichtig ist. Sicherlich wirkt sich der Sport unterstützend auf die Ernährungsumstellung aus. Du solltest das keineswegs falsch verstehen. Für deine Gesundheit ist der Sport extrem wichtig. Aber eben nicht, wenn es darum geht abzunehmen. Die meisten sind zu Beginn übermotiviert und schleppen sich hungrig ins Fitnessstudio, wo der Körper wie in Punkt 1 beschrieben dann erstrecht in den Sparmodus übergeht. Und schon passiert plötzlich gar nichts mehr.

3. Der kurzfristige Erfolg ist keine Langzeitgarantie

Es gibt zahlreiche Programme zur Gewichtsreduzierung, welche kurzfristig gut funktionieren. Das Problem besteht darin, dass es auf Dauer trotzdem nicht funktionieren wird. Auch dazu wurden zahlreiche Studien veröffentlicht. Nach einiger Zeit hast du das ganze Gewicht wieder drauf. Und nicht selten kommt auch noch eine “Reserve” dazu, welche dein Körper einfordert. Ich habe von vielen Betroffenen gehört, dass diese sich selbst die Schuld dafür geben und dasselbe Programm dann einfach nochmal durchziehen. Und sogar noch “strenger” als zuvor. Dabei fehlt den meisten der Blick dafür, dass es am Programm selbst und nicht am Anwender liegt.

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4. Das Weglassen ganzer Lebensmittelgruppen

Wenn du unter einer Nahrungsunverträglichkeit leidest, solltest du auf deinen Körper hören. Das steht außer Frage. Dennoch lassen viele Menschen grundlos ganze Lebensmittelgruppen weg. Immer mit dem Gedanken, dass dies für eine Gewichtsreduzierung ausschlaggebend ist. Natürlich ist es extrem sinnvoll, die Insulinausschüttung nach einer Mahlzeit zu reduzieren. Es ist jedoch nicht richtig, wenn man gar keine stärke- und zuckerhaltigen Kohlenhydrate mehr konsumiert. Bei Frauen mit Schilddrüsenproblemen kann dies sogar zu Problemen führen. Dennoch behaupten viele Menschen, dass es ihnen ohne Kohlenhydrate besser geht. Das liegt daran, dass sie achtsamer beim Thema Ernährung sind. Sie stopfen nicht mehr wahllos Nudeln mit Sauce, Pizza oder Wurstbrote in sich hinein. Stattdessen wird selbst gekocht und mehr Gemüse landet auf dem Speiseplan. Und genau das macht den Unterschied aus. Wenn du von jetzt auf gleich auf glutenfreie Low-Carb-Pizza umsteigst, geht der positive Effekt sehr bald verloren. Besser ist es, wenn du stattdessen auch mal eine kleine Kartoffel, eine Handvoll Reis oder auch ein Stück Roggensauerteigbrot zulässt. Auf diese Weise lässt sich die Ernährungsumstellung auch leichter durchhalten.

5. Auf den Körper hören

Wenn du zu den Menschen gehörst, die ein Glas Rotwein oder ein Stück Kuchen nur anzuschauen brauchen, um am nächsten Tag gleich ein Kilo mehr auf die Waage zu bringen oder nach einer Mahlzeit einfach viel zu erschöpft bist, dann kann es gut sein, dass du unter einer Unverträglichkeit leidest. Der aufgeblähte Bauch verschwindet in der Regel schnell, wenn man bestimmte Dinge weglässt. Das betrifft zwar nicht sehr viele Menschen, aber für diejenigen die es betrifft, ist es extrem wichtig. Eine Vielzahl der Betroffenen ignoriert die meist sehr deutlichen Signale des Körpers. Dies führt häufig zu Heißhungerattacken und ein schnell verschwindendes Sättigungsgefühl. Wenn du die Zeichen deines Körpers über einen längeren Zeitraum ignorierst, dann sendet dir dieser eben noch stärkere Signale.

Die 7 häufigsten Fehler beim Abnehmen

6. Suchtpotential und Belohnungswirkung

Es gibt Lebensmittel, welche im Gehirn dieselbe Wirkung wie Drogen auslösen. Nach deren Konsum blinkt im Gehirn das Belohnungszentrum auf. Das betrifft Lebensmittel, welche gleichzeitig fettig, süß und salzig sind. Die Ursache ist darauf zurückzuführen, dass diese Kombination in der Natur nur selten vorkommt, für uns als Steinzeitmenschen aber extrem wichtig ist. Deshalb werden wir dadurch “aktiviert” und begeben uns danach auf die Suche. Für unser Gehirn ist es also sehr belohnend, darauf zu reagieren. Wenn du solche Dinge jedoch oft isst, dann wird dein Sättigungsgefühl vom Belohnungssignal überlagert. Das bedeutet auch: Je öfter du davon isst, umso mehr geht dein Sättigungsgefühl verloren. Allerdings kommt noch mehr hinzu: Die heutigen Lebensmittel treten nicht einfach nur in der Kombination fett, süß und salzig (Zum Beispiel Pommes oder Schokokuchen) auf, sie gestalten sich zudem als “Designerfood” welches mit Aromen und Geschmacksverstärkern aufgepeppt wurde. Sie wurden also so designed, dass sie unser Belohnungszentrum stark aktivieren. Das Sättigungsgefühl wird dabei praktisch deaktiviert. Wenn du also regelmäßig mehr isst, als dein Sättigungsgefühl dir signalisiert, dann bringst du deinem Körper bei, den Set-Point nach oben zu regulieren. Die Folge: Dein Körper verteidigt plötzlich ein viel höheres Gewicht.

7. Von Kleinigkeiten nicht verunsichern lassen

“Gestern war ich total diszipliniert und heute habe ich 200 Gramm mehr gegessen. Das Ganze funktioniert nicht mehr.” Diese Gedanken wirst du vermutlich auch schon einmal gehabt haben. Doch halte dir vor Augen, dass das Abnehmen nicht linear ist. Dein Körper ist ein biologisches, sich selbst organisierendes System, welches von Natur aus keine klaren Linien aufweist. Du bist nunmal keine Maschine, weshalb dein Gewicht immer schwanken wird. Und für das Bravsein wirst du auch nicht belohnt. Manchmal schaffst du es, dich an alle Regeln zu halten und dein Gewicht hält sich hartnäckig, ein anderes Mal hast du das Ganze etwas weniger streng genommen und trotzdem ein Kilo verloren. Fakt ist, die Gewichtsreduzierung funktioniert NICHT linear. Wichtiger ist es den Trend über Wochen und Monate im Auge zu behalten. Es muss dir bewusst sein, dass du hin und wieder ein Gramm zunehmen wirst. Doch genau an dieser Stelle heißt es: Cool bleiben. Lass dich nicht verunsichern. Und schon gar nicht von Kleinigkeiten. Distanziere dich von dem Gedanken alles hinzuschmeißen, nur weil es mal ein paar Tage nicht so läuft wie geplant.

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