Die 7 häufigsten Fehler bei der Ernährung

Die 7 häufigsten Fehler bei der Ernährung

4. Juni 2018 Aus Von John Garcia
Die 7 häufigsten Fehler bei der Ernährung
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Sicher ist die schon aufgefallen, dass es alles andere als leicht ist, sich gesund zu ernähren. Wenn du diesen Blog liest, hast du bestimmt schon den ein oder anderen Fehler in deiner Ernährungsweise festgestellt. Und sicher möchtest du die Fehler vermeiden, kannst diese jedoch nicht benennen. Kein Problem. Nachfolgend stelle ich dir die 7 häufigsten Fehler in der Ernährung vor.

1. Der Überschuss an Omega-6-Fettsäuren

Die Regale in den Supermarktketten und Bioläden weisen zahlreiche Produkte mit Omega-6-Fettsäuren auf. Kein Wunder, denn diese sich nicht nur gesund, sondern essentiell und somit lebensnotwendig. Ein Überschuss an Omega-6-Fettsäuren ist jedoch alles andere gesund, da dieser chronische Entzündungen fördern kann. Fast alle chronischen Erkrankungen werden durch Entzündungsprozesse verursacht oder gehen zumindest mit diesen einher. Zum Beispiel:

  • Neurodermitis
  • Diabetes
  • Tinnitus
  • Arthritis
  • Karpaltunnelsyndrom
  • Migräne
  • chronische Blasenentzündung
  • Arteriosklerose
  • Autoimmunerkrankungen

Deshalb ist es wichtig, dass du den Konsum von Omega-6-Fettsäuren auf ein Verhältnis von maximal 5 zu 1 mit Omega-3-Fettsäuren einpegelst. Noch besser ist ein Verhältnis von 3 zu 1. In der heutigen Gesellschaft hat sich jedoch ein Verhältnis von 10 bis 25 zu 1 festgesetzt. Das ist viel zu hoch. Was kannst du also tun, um das Verhältnis zu normalisieren? Wähle die richtigen Öle aus! In den Medien wird immer wieder darauf hingewiesen, dass pflanzliche Öle bestens für eine gesunde Ernährung geeignet sind. Vorausgesetzt, diese sind kalt gepresst. Also ziehen wir los und kaufen uns kalt gepresste Öle wie zum Beispiel:

  • Diestelöl
  • Sonnenblumenöl
  • Kürbiskernöl
  • Traubenkernöl

Und auch wenn diese Öle aufgrund ihres milden Geschmacks zu allen Speisen passen, enthalten sie jedoch sehr viel Omega-6-Fettsäuren und sollten deshalb in größeren Mengen vermieden werden. Für eine gesunde Ernährung sind Oliven- und Hanföl besser geeignet. Wobei mich das Hanföl aufgrund seines nussigen Geschmacks eher anspricht. Aber das ist Geschmackssache und über Geschmack lässt sich nun einmal nicht streiten.

2. Zu viel Vollkorn

Sicher hast du auch schonmal gehört, dass es wesentlich gesünder ist, auf die ausgemahlene Variante zu verzichten und stattdessen die Getreideprodukte (Weizen, Hafer, Rogen und Dinkel) als Vollkorn zu konsumieren, da diese zahlreiche gesundheitliche Vorteile gegenüber Weißmehlprodukten mit sich bringen. Das ist natürlich auch korrekt. Vollkornprodukte sind gesünder als Weißmehlprodukte. Da gibt es keine Diskussion, da diese Produkte nicht nur mehr Vitamine, sondern auch mehr Mineralstoffe, Ballaststoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe mit sich bringen. Zu viel davon kann sich jedoch gegenteilig auf deinen Körper auswirken. Wer zu viel Vollkornprodukte konsumiert, überlastet nicht nur sein Verdauungssystem, sondern führt gleichzeitig zu viele Kohlenhydrate zu, welche sich ungünstig auf die Leber und die Bauchspeicheldrüse auswirken. Es ist deshalb völlig ausreichend, wenn du täglich eine Vollkonmahlzeit zu dir nimmst. Ich persönlich wähle diese zum Frühstück in Form von Vollkornbrot belegt mit Soja-Joghurt und Avocado.

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3. Zu viel Gluten

Beim Gluten handelt es sich um ein Getreideprotein, welches von vielen Menschen nicht sehr gut vertragen wird. Es ist auch in der Gerste, im Roggen, im Dinkel und im Hafer enthalten. Die Glutenunverträglichkeit wird als Zöliakie bezeichnet und bringt folgende Symptome mit sich:

  • Fibromyalgie
  • Verdauungsbeschwerden
  • ständige Müdigkeit
  • Übergewicht
  • Depressionen
  • Autoimmunerkrankungen
  • Migräne

Du solltest bei deiner Ernährung als darauf achten, weniger Getreide zu dir zu nehmen und im Idealfall vollständig auf Gluten zu verzichten. In den Supermarkt-Regalen wimmelt es vor Produkten ohne Gluten. Wobei ich diese nicht sonderlich schmackhaft finde.

Tipp: Google nach Rezepten für glutenfreie Backwaren. Damit hast du zwar mehr Aufwand, was die Zubereitung betrifft, dein Metabolismus wird es dir jedoch danken.

4. Zu viele Früchte und Fruchtsäfte

Wenn du in deiner Ernährung auch Wert auf Vitalkost legst, hast du gleich mehrere Ernährungsrichtungen zur Auswahl:

  • Die rein basische Ernährung
  • Die früchtebetonte Rohkost
  • Die Urkost
  • Die 80/10/10-Ernährung
  • und viele weitere…

Viele Anfänger die in die Vitalkost einsteigen, machen den Fehler zu Beginn zu viel Obst zu essen. Denn auch wenn immer wieder darauf hingewiesen wird, dass der Ausgleich mit Gemüse, vor allem in Form von grünem Blattgemüse stattfinden soll, wird dies jedoch oft vernachlässigt. Ganz einfach, weil es den meisten Menschen nicht schmeckt. Uns so kommt es, dass ein Kilo kernlose Trauben schneller verputzt ist, als eine Handvoll Löwenzahn. Doch Früchte haben nicht nur sehr viel Zucker, sondern auch sehr viel Fruchtsäure. Beides ist weder für deine Zähne, noch für deinen übrigen Körper gut. Noch schlimmer sind Fruchtsäfte, mit denen du noch schneller größere Fruchtmengen auf einmal zu dir nimmst.

Tipp: Auch der Löwenzahn kann sinnvoll in die Ernährung eingebaut werden. Verarbeite diesen doch einfach mit anderem Gemüse wie zum Beispiel Spinat oder Feldsalat zu Smoothie. Der schmeckt zwar nicht besonders, lässt sich aber leichter konsumieren. Augen zu und durch!

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5. Zu wenig Eiweiß

Nicht nur die früchtebetonte Ernährung kann dazu führen, dass du zu wenig Eiweiß zu dir nimmst. Das passiert auch schnell mal, wenn man seine Ernährung so umstellt, dass man bestimmte Produkte weglässt. Zum Beispiel wenn du Vegetarier oder Veganer geworden bist, oder aufgrund einer Unverträglichkeit verzichtest. Schnell gerät dabei in Vergessenheit, gestrichene Lebensmittel durch andere Lebensmittel zu ersetzen. Die Folge: Du rutschst in eine Einseitigkeit ab. Bei vielen Ernährungsumstellungen leidet die Eiweißversorgung. Solltest du dich bis dato sehr eiweißreich ernährt haben, kann eine Umstellung sinnvoll sein, um den jahrelangen Eiweißüberschuss zu kompensieren. Langfristig kommt es jedoch häufig zu einem Eiweißmangel. So kann es zum Beispiel passieren, dass du zwar sehr viel Eiweiß konsumierst, du jedoch nur wenige Eiweißquellen zur Verfügung hast. In Bezug auf die Versorgung mit Aminosäuren kann es daher schnell zu Engpässen kommen.

Eiweiß setzt sich aus zahlreichen Aminosäuren zusammen – 8 von ihnen sind essentiell und müssen dementsprechend unbedingt über die Nahrung aufgenommen werden. Es kommen aber nicht alle 8 Aminosäuren in sämtlichen Eiweißquellen vor. Wenn du deine Haupteiweißquelle also über Getreide definierst, dann wird dir beispielsweise schnell das Lysin fehlen, da dieses nicht so üppig im Getreideeiweiß vorkommt. Du solltest deshalb darauf achten, dass du viele verschiedene Eiweißquellen auf deinen Speiseplan setzt. Zum Beispiel:

  • Blattgemüse
  • Pseudogetreide
  • Wurzelgemüse
  • Hülsenfrüchte
  • Getreide
  • Bio-Eier
  • Ölsaaten
  • Fisch

6. Zu viele Snacks

Zu den typischen Ernährungsfehlern zählt das Snacken. Wenn du dich den ganzen Tag mit Snacks vollstopfst, hast du für das Mittag- und Abendessen keinen Platz mehr. Und auch wenn es die Leckereien wie zum Beispiel Kekse, Sandwiches, Süßigkeiten und Backwaren auch im Bio-Laden gibt, so führen diese dazu, dass du zwar mit den Makronährstoffen (Fett, Kohlenhydrate und Protein) gut versorgt bist, es deinem Körper aber dafür an wichtigen Mineralstoffen, Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen mangelt. Außerdem sind Snacks in der Regel sehr zucker- und salzhaltig sowie wasserarm. Es droht das Übergewicht.

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7. Abends zu viel Rohkost

Spätes Essen am Abend belastet deinen Organismus enorm. Eine Suppe stellt in der Regel kein Problem dar. Doch mit schwerem oder fettigem Essen in der Nacht, überlastest du deine Verdauungsorgane. Dies hat meistens zur Folge, dass man am nächsten Morgen völlig gerädert aufwacht. Bei einer Ernährungsumstellung greifen viele Menschen auf Rohkost zurück. Das ist auch gut so. Allerdings haben viele das Problem, dass der Verdauungsapparat vorher nur mit wenig Rohkost konfrontiert wurde und dann überfordert ist. Gerade abends liegt die Rohkost dann schwer im Magen. Deshalb ist es wichtig, dass du deinen Körper nur langsam an Rohkost gewöhnst und gerade zu Beginn deiner Ernährungsumstellung darauf achtest, abends darauf zu verzichten.

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